Startschuss für den Masterplan Prävention: Regionale Präventionskonferenz im Landkreis Kelheim bringt Akteure zusammen
Rund 30 Akteurinnen und Akteure aus Gesundheitsförderung und Prävention kamen zur Regionalen Präventionskonferenz im Landratsamt Kelheim zusammen. Die von der Gesundheitsregionplus Landkreis Kelheim in Kooperation mit dem Gesundheitsamt Kelheim organisierte Veranstaltung markierte den Startschuss für die Umsetzung des Masterplans Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention auf kommunaler Ebene. Im Mittelpunkt standen der Austausch, die Vernetzung und gemeinsame Perspektiven für eine nachhaltige Präventionsarbeit im Landkreis Kelheim.
Angesichts wachsender Herausforderungen im Gesundheitswesen gewinnt Prävention zunehmend an Bedeutung. Ärztemangel, Fachkräftemangel in Pflege- und Gesundheitsberufen, eine steigende Zahl chronischer Erkrankungen sowie eine alternde Gesellschaft stellen das Gesundheitssystem vor große Aufgaben. Ein System, das vor allem auf Behandlung ausgerichtet ist, stößt dabei immer mehr an seine Grenzen. Umso wichtiger ist der gemeinsame Ansatz, früher anzusetzen und Gesundheit langfristig zu fördern. Wie dieser Anspruch konkret auf kommunaler Ebene mit Leben gefüllt werden kann, diskutierten rund 30 Vertreterinnen und Vertreter aus Kommunen, Schulen, Gesundheitswesen, Jugendarbeit, dem organisierten Sport, Bildungseinrichtungen sowie aus Fach- und Beratungsstellen im Landkreis Kelheim. Auch die neue Direktorin der AOK Landshut-Kelheim, Andrea Groß, nahm an der Veranstaltung teil. Die breite Beteiligung machte deutlich, wie vielfältig Prävention im Landkreis bereits verankert ist.
„Prävention ist eine Investition in die Zukunft unserer Region, denn Gesundheit wird nicht allein in Arztpraxen entschieden, sondern dort, wo Menschen leben, lernen und arbeiten. Im Landkreis Kelheim gibt es bereits viele engagierte Akteurinnen und Akteure, die tagtäglich wertvolle Präventionsarbeit leisten. Die heutige Konferenz zeigt, wie viel Potenzial in der Vernetzung und im gemeinsamen Austausch steckt.“
Landrat Martin Neumeyer
Im Verlauf der Konferenz wurde der kürzlich veröffentlichte Masterplan Prävention des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit, Pflege und Prävention vorgestellt. Die zentralen Ziele und Leitlinien wurden eingeordnet und mit Blick auf die bestehenden Strukturen im Landkreis Kelheim diskutiert. Der Masterplan bietet dabei Orientierung und Rückenwind für die Präventionsarbeit vor Ort, stärkt bewährte Angebote und eröffnet neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit über Fach- und Zuständigkeitsgrenzen hinweg.
Einen besonderen fachlichen Akzent setzte ein wissenschaftlicher Impuls zur kommunalen Bewegungsförderung, der aufzeigte, wie Erkenntnisse aus der Forschung praxisnah und niedrigschwellig in den Alltag der Menschen übertragen werden können. Ergänzend dazu wurden Umsetzungsperspektiven des Landesprogramms „Sport vor Ort“ im Landkreis Kelheim vorgestellt.
„Unser gemeinsames Ziel bleibt es, die Gesundheitschancen für alle Menschen im Landkreis Kelheim weiter zu verbessern und Prävention nachhaltig im Alltag zu verankern. Die Gesundheitsregionplus Landkreis Kelheim wird diesen Prozess auch künftig aktiv begleiten und die Vernetzung der Akteurinnen und Akteure weiter stärken.“
Franziska Häffner, Geschäftsstellenleiterin Gesundheitsregionplus Landkreis Kelheim
In der anschließenden Austausch- und Diskussionsrunde stand die Präventionsarbeit im Landkreis selbst im Fokus. Bestehende Aktivitäten wurden sichtbar gemacht, Bedarfe benannt und erste Ansätze für zukünftige Kooperationen entwickelt. Der offene Dialog zeigte eindrucksvoll, wie groß die Bereitschaft ist, Prävention gemeinsam zu gestalten.